Von: Josef Wöss, Erik Türk

Erschienen in: Wissenschaft und Gesellschaft, 40. Jahrgang (2014), Heft 3

 

Der demografische Wandel ist eine der großen Herausforderungen, welche wir zu bewältigen haben. Anpassungen sind in vielen Bereichen erforderlich. Die Auswirkung auf Wohlfahrtsstaaten und öffentliche Alterssicherungssysteme wird zumeist unter Bezugnahme auf die Verschlechterung von Abhängigkeitsquoten thematisiert. Bedauerlicherweise wird in vielen Dokumenten keine klare Abgrenzung zwischen reindemografischenundökonomischenFaktorengemacht.DieentscheidendeFrageaber ist:InwelchemAusmaßwirdderAnstiegdemografischerAbhängigkeit(Altersgruppe65+: 15- bis 64-Jährige) zu einem Anstieg ökonomischer Abhängigkeit (Leistungsempfänger : Beitragszahler) führen? Berechnungen für die EU-27, Österreich, Belgien und Polen – basierend auf dem in der österreichischen Arbeiterkammern entwickelten „Abhängigkeitsquoten-Rechner“ – zeigen sehr deutlich: Die Entwicklung der ökonomischen Abhängigkeitsquote wird in hohem Maß von der Entwicklung der Beschäftigung bestimmt. Je höher die Beschäftigungsquote, desto niedriger der Anstieg der ökonomischen Abhängigkeit. DerBeitragbelegtdieRichtigkeiteinerFeststellungderEU-KommissionimDemografieReport 2008: „Die Anhebung der Beschäftigungsquoten [mit guten Arbeitsplätzen] … ist diewirksamsteStrategie,mitdersichLänderaufdieAlterungderBevölkerungvorbereiten können.“

 

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Demographie und Sozialstaat – WuG 3-2014

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