Die 27. Herbstreise der Dahlemer SPD führte diesmal mit 61 (!!) Teilnehmern nach Istanbul. Zu unseren Sympathisanten zählten diesmal neben einer starken Teilnehmergruppe aus Süd auch Christa Friedl, Ursel Leyk, Jutta Hertlein MdA und Ulrike Neumann MdA. Die Fahrt war ohne Übertreibung einfach Spitze.

Istanbul mit seinen 15 (!) Millionen Einwohnern ist im Rückblick aller Herbstreisen die lebendigste und quirligste. Touristisch ist sie so spannend wie keine andere.

Daneben hatten wir aber einen idealen Zeitpunkt für unseren Besuch erwischt, die Woche nach dem EU-Kommissionsbesuch. Wir hatten intensive Gespräche mit Generalkonsul Rainer Möckelmann, mit Hans Schumacher von der Friedrich-Ebert-Stiftung, mit deutschen und türkischen Journalisten, Besuche in der jüdischen und der orthodoxen Gemeinde, mit der Redaktion einer großen „wertkonservativen“ Zeitung und mit Politologen in einer Privatuniversität mit 2500 Studenten. Wir haben einen Tag von 8.30 bis 24 Uhr ohne Pause die Kommunalpolitik eines Istabuler Stadtteils Kadiköy vorgestellt bekommmen. Der Bezirk ist Hochburg der CHP und Partnerbezirk von Kreuzberg. Der Bürgermeister und die Bürgermeisterin betreuten uns 61 Teilnehmer mit hohem Aufwand und großer Medienbegleitung: Frauenhaus, Frauenausbildungsprojekt, Jugendklub, Aussprache mit unserer Bruderpartei CHP.

Einhellige Meinung aller Referenten war, der Beitritt steht nicht akut an, aber er muß konkret beschritten werden. Wenn er nicht kommt, wenn er von einer Seite verspielt wird, stehen große Gefahren bevor in der Türkei.

Die EU darf nicht überzogene Erwartungen oder höhere Hemmschwellen als an andere beigetretene Länder an die Türkei anwenden.

Die Türkei muß ihre Minderheiten als solche anerkennen. Sowohl jüdische Gemeinde als auch orthodoxe Kirche empfanden sich in unseren Gesprächen nicht als diskriminiert, der Kommissionsbericht stellt hierfür hohe Anforderungen. Die EU spielt schon heute eine wichtige Rolle in der inneren Entwicklung der Türkei. Arbeitslosigkeit wird steigen, heute leben noch 35 % der Menschen von der Landwirtschaft, Investitionen sind gering. Alle haben hohe, vielleicht zu hohe Erwartungen an die EU.

Zusammenfassend ist zu sagen, wir sind gut vorbereitet auf die Kampagne von Angela Merkel

 

Burkhard Zimmermann

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